«Wenn d’Ämme wider chunnt...»

07.09.2007

Im Mittelpunkt des grössten WKs des Jahres vom 3. bis 7. September 2007 konzentrierte sich die ZSO Zuchwil/Luterbach auf Vorbereitungen für zukünftige Einsätze bei Überschwemmungen, Ausbildung an Rettungsgeräten sowie Aufträge der Bürger- und Einwohnergemeinden.

 

Training für den Ernstfall

Um dem laufenden Ausbildungsbedarf der Zivilschutzangehörigen gerecht zu werden, absolvierte der Bereich «Unterstützung» die ersten zwei Tage im kantonalen Ausbildungszentrum Gheid in Olten ein individuell zusammengestelltes Ausbildungsprogramm mit Schwerpunkt Gerätetraining und Bergung. Aufgrund der in unserer Region ständig lauernden Gefahr der Emme wurde das Auspumpen eines Kellers ebenfalls intensiv geübt. Sichtlich zufrieden zeigte sich Dienstchef Peter Habegger: «Rettungsübungen sind nach wie vor wichtig. So weiss jeder, der die Übung ernst nimmt, wie er unter realen Bedingungen reagiert. Die Bergung von Menschen funktioniert ganz anders als der Umgang mit Werkzeugen».  Zu bergen waren im gestellten Rettungseinsatz ebenfalls Angehörige des Zivilschutzes Zuchwil/Luterbach, die sich für die Übung zur Verfügung stellten.

 

Luterbach: Erweitertes Sandsacklager

Die Überschwemmungen von August 2005 und 2007 haben gezeigt, dass die vorhandenen Sandsäcke für die Dämmung der über die Ufer getretenen Emme, die der Feuerwehr Luterbach für Ersteinsätze zur Verfügung stehen, für zukünftige Ereignisse eher knapp bemessen sind. Um beim nächsten Hochwasser das Schlimmste vermeiden zu können, waren fünf Zivilschützer während drei Tagen in rekordverdächtiger Leistung damit beschäftigt, 1000 Säcke mit 12 Tonnen Glassplitter zu füllen. So wurde das bisherige Sandsacklager um einige Hundert Säcke erweitert und im Feuerwehrmagazin eingelagert. Die neuen Säcke sind kleiner und daher leichter und effektiver als die alten, damit sie schneller an Ort und Stelle aufgebaut werden können.

 

Zuchwil: Gute Zeiten für Widi-Spaziergänger

Rechtzeitig und in der Hoffnung auf einen angenehmen Herbst wurde im Auftrag der Einwohnergemeinde Zuchwil die Finnenbahn im Widi während drei Tagen von 7 Zivilschützern mit 110 m3 Holzschnitzel aufgefrischt und von störendem Geäst befreit. Für den beliebten Weg für Spaziergänge und Lauftraining im Naherholungsgebiet waren zahlreiche Stellen mittlerweilen nicht mehr ganz ohne Probleme passierbar.

 

Kommunikation ist alles

Bereits im Juni dieses Jahres führte die Führungsunterstützung einen mehrtägigen WK mit 20 Zivilschützern durch, der sich mit der Sicherstellung der Kommunikation befasste. Dienstchef Peter Kosmann: «Kommunikation ist heute eine Selbstverständlichkeit. Dies fällt jedoch erst dann auf, wenn die Telefonleitung und Mobilfunknetze komplett ausfallen.» Die Telematik, ein Sachbereich der Führungsunterstützung, ist im Ernstfall unter anderem zuständig für ein feldmässig verlegtes Telefonnetz für den Zivilschutz oder für die Öffentlichkeit. Die im WK erfolgreich abgeschlossenen Übungen beinhalteten das Telefonieren über eine eigens errichtete mehrere 100 Meter lange Leitung. Eine weitere Gruppe stellte eine Funkantenne auf, an die mehrere Funkgeräte angeschlossen werden konnten. Beide Aussenposten hatten telefonischen oder Funkkontakt mit dem Kommandoposten, was einem Ereignis sicherstellen würde, dass der Führungsstandort fortlaufend Kontakt zum Schadenplatz behält.

 

Christian Tschui
Chef Information

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