Eine Schulklasse gibt im Zivilschutz vollen Einsatz

15.09.2017

17 Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse des Pisoni-Schulhauses nehmen am diesjährigen WK der Betreuer teil und helfen den Zivilschützern, sich auf alle Eventualitäten bei einer Ernstsituation vorzubereiten.


Nach einem Erdbeben treffen in der Alarmzentrale mehrere Meldungen zu unterschiedlichen Schadensereignissen mit Verletzten und Toten ein. Darunter ein Gebäudeeinsturz und ein Erdrutsch. Die Mädchen und Knaben der 5a lernen dabei den Ernst des Lebens kennen. Zumindest in der Übung „Caramba“. Demnach ist ihre Aufgabe in diesem Szenario alle möglichen Verletzungen vorzutäuschen, aber auch Personen zu spielen, die panisch oder verwirrt sind. Ein Gaffer verkompliziert die Situation und auch der Hauptmann der Betreuer schlüpft für eine kurze Zeit in die Rolle eines verzweifelten Vaters, der seinen Sohn sucht. Die Zivilschützer werden durch diese verschiedenen Aspekte gefordert und müssen entsprechend ihrer Ausbildung handeln. 

 

Das Szenario beschreibt ein fiktives Ereignis, welches aber durchaus in dieser Art vorkommen könnte. Dass man Schülerinnen und Schüler in einen WK einbindet, ist dabei einzigartig. Einsatzleiter Lars Lanthemann meint dazu: „Wir haben für einmal weg von der Theorie hin zu einer praktischen Umsetzung mit Figuranten gehen wollen.“ Schnell kristallisierte sich heraus, dass sich eine solch realistische Simulation eines Szenarios wohl am besten mit Schulkindern bewerkstelligen liesse, da Kinder am ehesten auf die Vorstellungen der Verantwortlichen eingehen würden. „Wir haben das Glück, eine Schulklasse zu haben, die unsere Vorgaben genial umsetzt“, bestätigt der Einsatzleiter zudem im Anschluss.

 

Klassenlehrer Pascal Fernandez ist begeistert: „Zwar hatte ich nur geringe Kenntnis davon, was uns erwarten wird. Aber ich finde es sehr eindrücklich mitanzusehen, wie ein Rettungseinsatz ablaufen würde, falls einmal etwas passieren sollte und es ist auch beruhigend zu wissen, dass jemand da ist, der helfen kann. Es war eine super Erfahrung.“ Auch die Kinder haben sichtlich Spass. Für sie war der Höhepunkt die jeweilige Rettung und der darauf folgende Transport auf der Rettungsbahre oder im Rollstuhl. Da sind Sie sich einig. „Es macht Spass, so zu tun, als wäre man verletzt. Zuhause dürfen wir das nicht“, meint Anja mit einem Strahlen im Gesicht.

 

Die Übung ist ein voller Erfolg. Alle Beteiligten haben sich eingebracht und nach Lösungen für die jeweiligen Situationen gesucht und das Gelernte erfolgreich in die Tat umgesetzt. Ob ein weiterer Einsatz mit Schulkindern möglich wäre, meint am Schluss Klassenlehrer Pascal Fernàndez mit einem verschmitzten Lächeln: „Wir sind jederzeit bereit. Der Ball liegt beim Zivilschutz.“ 

 

Jan Laubscher
Chef Info

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